Friedhof Ahrensfelde an der Dorfkirche

Der Friedhof ist geöffnet:

Montag bis Sonntag:    ganztägig

Friedhofsverwaltung im Gemeindebüro:

Dienstag:   08:00 – 15:30 Uhr
Mittwoch: 08:00 – 15:30 Uhr

    
  

Friedhofsgebührenordnung ab 2018

Historisches zum Friedhof Ahrensfelde an der Dorfkirche

Der Dorffriedhof liegt zentral im Ortsteil Ahrensfelde an der Dorfstraße / Ecke Lindenberger Straße, gegenüber dem Rathaus. Er umschließt die dort gelegene evangelische Kirche und bildet mit dem daneben befindlichen Pfarrhaus ein denkmalgeschütztes Ensemble.

Umfriedet ist der Friedhof insgesamt von einer schönen in 2017 sanierten mittelhohen Feldsteinmauer.

Der Friedhof ist seit der ersten Erwähnung des Ortes Ahrensfelde im Jahre 1375 die Stätte der letzten Ruhe. Belegt ist dies durch Grabungen, durch die christliche Beerdigungen schon vor dem Bau der Kirche stattfanden. Also ist der Friedhof ca. 650 Jahr alt.

Grabungen im Turmbereich brachten u.a. Profile von Barocksärgen ans Tageslicht.

Bis zum Ende des 19. Jahrhunderts sind vorwiegend Menschen aus dem Bereich der Dorfstraße und der Mehrower Straße bestattet worden, Mitglieder von Bauernfamilien und weiteren Ständen. Im 20. Jhd. erweiterte sich der Siedlungsbereich des Ortes und es kamen Bestattungen von Menschen aus den neuen Siedlungen (ab. ca. 1928) hinzu.

Der Dorffriedhof besteht aus zwei Bereichen: Im älteren südlichen Teil finden sich repräsentative Denkmäler von bäuerlichen Familien, die den beginnenden Wohlstand der zweiten Hälfte des 19. Jhd. zeigen. Dies wird unterstrichen durch das zweiflügelige Wagen-Tor mit Nebenpforte, durch welches eine Sarg-Lafette direkt auf den Friedhof rollen konnte. Der jüngere nördliche Teil, der wohl auch flächenmäßig (nordwärts ab dem Tor – gem. älteren Fotos) erweitert wurde, zeigt das noch in Benutzung befindliche Leichenhäuschen und zwei sehr alte Bäume (die Eiche und die Linde). Die Grabstätten sind hier jünger.

In der äußersten Ecke Nord/Ost steht außerhalb des Geländes eine sehr alte Eiche, die eventuell als Grundstücksmarkierung dient.

Im nördlichen Teil befindet sich eine fast quadratische Fläche, von mittelhohen Gewächsen eingerahmt, auf der Christen aus Marzahn und Ahrensfelde sich an jedem Ostermorgen um 6:00 Uhr treffen, um den Tag der Auferstehung mit Prozession und Gesang zu begrüßen.

An der Ostwand/Süd der Kirche befinden sich zwei schwarze Tafeln aus Stahlguss : Sie erinnern an den verdienten Ahrensfelder Pfarrer Harmuth und seine Ehefrau, der das Amt bis 1877 inne hatte um nach 27 Jahren im Alter von 70 Jahres verstarb.

Für Pfarrer Kurz und seine Ehefrau Ingeborg (Katechetin und Organistin), die hier ab 1954 ihren Dienst 23 Jahre lang versahen gibt es eine Urnengrabstätte an der Südmauer.

Die Kirchengemeinde denkt darüber nach, für alle Opfer von Krieg und Gewalt eine geeignete Stätte der Erinnerung zu schaffen, um allen Besuchern bewusst zu machen, wie menschenverachten und Leben zerstörende Kriege sind. Neben den gefallenen Soldaten müssen wir auch die vielen zivilen Opfer in den Focus rücken.  

Die Geschichte gibt uns noch viele Rätsel auf: an der Südwand gibt es ein Fundament  der Kirche. Da es dort keinen Eingang zur Kirche gibt, wissen wir nicht, wozu es diente.  Außerdem haben Archäologen einen tiefer liegenden Eingangsbogen weiter östlich in der Südwand entdeckt. Der war so niedrig, das nur ein eine Katze hätte hindurch gelangen können. Wozu diente dieser? War das der Eingang zu einer tiefer liegenden Patronats-Gruft? Das wäre jedoch unwahrscheinlich, das Ahrensfelde bis in die Neuzeit immer ein Bauerndorf war? Vielleicht werden zukünftige Recherchen diese Geheimnisse lüften.